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Cybersecurity: 5 Tipps für Unternehmen

Immer häufiger werden Unternehmen Opfer von Cyberangriffen. Diese kosten viel Geld: Durchschnittlich 18.712 Euro betrugen die Verluste deutscher Unternehmen je Vorfall im Jahr 2022. Wie können sich Unternehmen schützen? Wir geben 5 Tipps.

Cybersecurity ist in den letzten Jahren zu einer der größten Herausforderungen für Unternehmen in der modernen Geschäftswelt geworden. Erst im Mai 2023 hackten sich Unbekannte in die IT-Infrastruktur der Werkstattkette ATU und brachten damit verschiedene Systeme und die Erreichbarkeit des Service für Kunden für mehrere Tage zum Stillstand. Das ist keine Seltenheit: Laut einer internationalen Umfrage aus dem Jahr 2022 gaben etwa 46 Prozent der deutschen Unternehmen an, in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal Opfer einer Cyber-Attacke gewesen zu sein. Durch die zunehmende Vernetzung von Geschäftsprozessen im Zuge der Digitalisierung betreffen derartige Angriffe Unternehmen aller Größen und Branchen und gehen häufig mit verheerenden Auswirkungen auf Betriebsablauf, Ruf und finanzielle Stabilität eines Unternehmens einher. Unternehmen sind daher gezwungen, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um ihre wertvollen Daten, ihre Infrastruktur sowie ihre Mitarbeiter und Kunden vor den Gefahren der Cyberkriminalität zu schützen.

1. Cybersecurity & Risikomanagement auf der Vorstandsebene ansiedeln

Cybersecurity sollte nicht nur in der IT-Abteilung, sondern auch auf Vorstandsebene verankert sein. Sensibilisieren Sie das Top-Management für die Bedeutung von Cybersecurity und die potenziellen Auswirkungen von Cyberangriffen auf das Unternehmen. Erklären Sie die Risiken und Konsequenzen und zeigen Sie auf, dass Cybersecurity eine strategische Priorität sein muss. Benennen Sie eine Führungsperson, die für die Cybersecurity im Unternehmen verantwortlich ist, idealerweise auf Vorstandsebene, da sie über das erforderliche Fachwissen und die Autorität verfügen sollte, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

Außerdem ist ein umfassendes Risikomanagement erforderlich, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren, Sicherheitsrichtlinien zu entwickeln und die Umsetzung zu überwachen. Führen Sie regelmäßige Risikobewertungen durch und entwickeln Sie einen umfassenden Risikomanagementplan.

2. Daten kategorisieren und gezielt schützen

Nicht alle Ihrer Daten sind gleich wichtig für den Erfolg Ihres Unternehmens: Identifizieren Sie die sensiblen Daten Ihres Unternehmens und setzen Sie geeignete Sicherheitsmaßnahmen ein, um diese gezielt zu schützen. Regelmäßige Backups Ihrer Daten sind entscheidend, um im Falle eines Angriffs schnell wiederherstellen zu können und einen Totalverlust zu vermeiden.

3. Sichere VPN-Verbindung und Mehrfaktorauthentifizierung bei mobilem Arbeiten

Mit der Zunahme von Remote-Arbeit ist es wichtig, sichere Verbindungen zu gewährleisten. Der Schutz eines Unternehmens vor Cyberangriffen, insbesondere wenn Mitarbeiter remote arbeiten, erfordert eine gezielte Herangehensweise an die Cybersecurity. Nutzen Sie eine verschlüsselte VPN-Verbindung und setzen Sie auf Mehrfaktorauthentifizierung, um den Zugriff auf Unternehmenssysteme abzusichern.

4. Ausführliche und regelmäßige Mitarbeiterschulungen

Jeder Mitarbeiter, vom Praktikanten bis hin zum Vorstand, spielt eine Rolle beim Schutz des Unternehmens. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für die Gefahren von Cyberangriffen und schulen Sie sie in den besten Praktiken der IT-Sicherheit. Geben Sie ihnen die Werkzeuge und das Wissen an die Hand, um verdächtige E-Mails zu erkennen, sichere Passwörter zu verwenden und sich vorsichtig und bewusst im Netz zu bewegen. Zudem ist die Cybersicherheit ein Feld, das sich ständig weiterentwickelt. Ermutigen Sie Mitarbeiter, ihr Wissen kontinuierlich zu erweitern und sich über aktuelle Entwicklungen in der Cybersecurity-Landschaft auf dem Laufenden zu halten.

5. Zusammenarbeit mit den richtigen Experten

In der komplexen Welt der Cybersecurity ist es ratsam, mit erfahrenen Experten zusammenzuarbeiten. Engagieren Sie externe Dienstleister, die Ihnen bei der Implementierung und Überwachung Ihrer Sicherheitslösungen helfen können. Eine professionelle Unterstützung kann dazu beitragen, potenzielle Lücken zu identifizieren und Schwachstellen zu beheben, bevor es zu einem Angriff kommt. Auch Unterstützung durch freiberufliche Cybersecurity-Spezialisten kann von Vorteil sein. Diese bringen nicht nur das nötige Know-how, sondern auch Erfahrungswerte aus der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen mit.

Cybersecurity: die neue Mammutaufgabe für Unternehmen

In einer digitalisierten Geschäftswelt sind Unternehmen vermehrt Cyberangriffen ausgesetzt, die immer raffinierter werden. Unternehmen müssen robuste Sicherheitsmaßnahmen implementieren, Mitarbeiter schulen und angemessene Sicherheitslösungen einführen. Cyberangriffe können enorme Kosten verursachen und Unternehmen finanzielle Verluste, Betriebsunterbrechungen und Reputationsschäden bringen. Daher ist es unerlässlich, dass Unternehmen die Cybersecurity als Priorität behandeln.

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