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Hackerangriffe – Vier Schwachstellen und wie man sich schützen kann

Der (erfolgreiche) Versuch, auf digitale Geräte wie Computer, Smartphones aber auch Netzwerke zuzugreifen und diese zu komprimieren oder Schaden anzurichten, wird als Hackerangriff bezeichnet.

Die Anzahl der Hackerangriffe nimmt stetig immer weiter zu: Sie finden täglich und weltweit statt – dabei kann jede Person und jedes Unternehmen davon betroffen sein. Das Thema der Cybersecurity gewinnt damit auch immer mehr an Bedeutung.

Was versteht man unter dem Begriff „Hacker“?

Als Hacker werden Personen bezeichnet, die Schwachstellen in Systemen finden und entweder auf diese aufmerksam machen oder sie missbrauchen. Der Begriff ist in den meisten Fällen sehr negativ konnotiert, doch nicht jeder Hacker möchte böses: Indem sie Systeme auf Herz und Nieren prüfen und mögliche Sicherheitslücken suchen, können Hacker die Sicherheit von Hard- und Software sogar verbessern.

White, Black oder Grey?

Man unterscheidet drei verschiedene Arten von Hackern:

  • White Hats – Darunter versteht man die „guten“ Hacker. Sie werden von Unternehmen beauftragt, um Sicherheitslücken in den firmeninternen Systemen und Netzwerken ausfindig zu machen.
  • Black Hats – So werden die „bösen“ Hacker bezeichnet. Sie nutzen ihre Fähigkeiten beispielsweise, um Daten zu stehlen oder Malware (Schadsoftware) zu verbreiten. Black-Hat-Hacker wollen geschützte und vertrauliche Informationen abgreifen oder Systeme manipulieren – von Privatpersonen (zum Beispiel in Form von Kreditkarten- oder Anmeldedaten) oder Unternehmen (firmeninterne Daten).
  • Grey Hats – Sie bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone und können illegale Aktivitäten durchführen, verfolgen aber in den meisten Fällen nicht das Ziel, jemandem Schaden zuzufügen.

Im Fachjargon der IT wird der Begriff des Hackens oft jedoch anders gemeint und verstanden als außerhalb der Branche: Das Verb „hacken“ steht hier dafür, schnell einen Code zu schreiben oder eine schnelle Lösung für ein Problem oder eine Fragestellung zu finden. Hier beschreibt Hacken also ganz normale Programmierarbeit und hat nichts mit dem Prüfen von Schwachstellen zu tun.

Woran erkennt man, dass man gehackt wurde?

Es gibt verschiedene Arten von Hacks: Manche Hacks passieren im Verborgenen, andere sind direkt sichtbar – beispielsweise durch eine Sperrung der Festplatte und eine Lösegeldforderung für die Freigabe. Allgemein sollte man darauf achten, ob der PC plötzlich nur noch sehr langsam arbeitet oder immer wieder auf eine Festplatte zugreifen möchte. Aber auch die Sperrung des eigenen E-Mail-Accounts wegen verdächtiger Aktivitäten kann darauf hindeuten, genau wie unerklärbare Abbuchungen auf dem Bankkonto.

Welche Sofortmaßnahmen nach einem Hackerangriff sind sinnvoll?

Bei einem Hackerangriff auf ein Gerät, sollte man dieses zunächst ausschalten und ggf. von allen Netzwerken und dem Internet trennen, indem man beispielsweise das LAN-Kabel entfernt oder jegliche Verbindungen trennt. Danach sollte man alle Passwörter für die Konten und Accounts, die man von dem Gerät aus verwendet hat, ändern. Es kann auch hilfreich und sinnvoll sein, einen Experten zurate zu ziehen und das entsprechende Gerät beurteilen zu lassen. Je nach Hackerangriff und Ausmaß des Schadens sollte man bei einem betroffenen Computer darüber nachdenken, die Festplatte zu formatieren und somit alle möglicherweise beschädigten Daten zu löschen.

Wenn es um einen Hack eines Accounts geht, dann sollte man umgehend die Zugangsdaten ändern, allen voran das Passwort. Zudem sollte man überprüfen, ob es kürzlich verdächtige Aktivitäten gab: Wurden Daten geändert oder gelöscht? Wurden Nachrichten versandt?

Was passiert, wenn es passiert ist?

Die Folgen und Schäden, die ein Hackerangriff verursachen kann, sind vielfältig: Neben großen finanziellen Verlusten und Identitätsdiebstahl kann es auch zu Schadensersatzforderungen oder Totalausfällen von Systemen kommen. Außerdem haben Unternehmen nach einem Hackerangriff oftmals damit zu kämpfen, ihren Ruf und ihre Reputation wiederherzustellen.

Wie kann man sich vor Hackerangriffen schützen?

Es gibt einige verschiedene Möglichkeiten, wie man sich vor Hackerangriffen schützen und diese vorbeugen kann. Dabei gilt es, die häufigsten Angriffsflächen im Blick zu haben und Vorsicht zu wahren:

  • E-Mails – Ein häufiger Angriffspunkt sind E-Mails, beispielsweise in Form von Phishing Mails. Wichtig dabei ist, den Absender, Betreff und Anhang zu überprüfen. Grundsätzlich gilt dabei, dass man auf keinen Link klicken und keinen Anhang herunterladen sollte, wenn man sich nicht sicher ist, dass die E-Mail seriös ist. Außerdem sollte man immer hinterfragen, ob der vermeintliche Absender einer Mail wirklich auf diesem Weg diese Art der Informationen abfragen würde: Banken fragen zum Beispiel nicht in einer E-Mail nach privaten Informationen wie Anmeldeinformationen, Sozialversicherungsnummer oder Kreditkartennummer.
  • Passwörter – Es ist wichtig, verschiedene Passwörter für unterschiedlicheKonten und Accounts zu verwenden und darauf zu achten, starke Passwörter zu verwenden. Das heißt, die Passwörter sollten neben Groß- und Kleinbuchstaben, auch Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöht zudem die Sicherheit, von beispielsweise Online-Konten, deutlich.
  • Updates – Das Durchführen von regelmäßigen Updates von Betriebssystemen, Software und Apps kann auch zur verbesserten Sicherheit beitragen, da genau mit solchen Updates von den Unternehmen selbst entdeckte Schwachstellen behoben werden.
  • WLAN – Bei der Nutzung von öffentlichen WLAN-Netzen ohne Passwortschutz, ist es essenziell, keine persönlichen Daten wie zum Beispiel Bankdaten einzugeben, da diese ansonsten gestohlen werden können. Auch das Heimnetzwerk sollte gut geschützt werden, beispielsweise durch ein starkes Passwort und eine aktive Verschlüsselung.

Social Engineering – die Schwachstelle ist vor dem Bildschirm

Ein großer Punkt bei Hackerangriffen ist das sogenannte „Social Engineering“. Unter diesem Begriff versteht man die Täuschung der Menschen, um an ihre Daten zu kommen. Es geht also darum, den Menschen selbst als Schwachstelle auszunutzen. In den meisten Fällen ist der Grund für einen erfolgreichen Hackerangriff keine technische Schwachstelle, sondern menschliches Fehlverhalten. Dessen sollte sich jede Person bewusst sein und aufmerksam bei den eigenen Online-Aktivitäten sein.

Präventivmaßnahmen können schützen

Man sollte sich der Gefahr bewusst sein, die Hackerangriffe mit sich bringen können und darauf achten, die oben beschrieben Tipps zu berücksichtigen. Außerdem kann es vor allem für Unternehmen ein wichtiger Schritt sein, die eigenen Mitarbeitenden mithilfe von regelmäßigen Schulungen von externen Fachexperten im Bereich der Cybersecurity stetig weiterzubilden. Zudem kann auch die Einführung oder Verstärkung von Sicherheitsprotokollen und – richtlinien dabei helfen, die Mitarbeitenden zu einem bewussteren Umgang mit dem Thema zu bewegen.

Wenn Sie auf der Suche nach Experten im Bereich der IT-Sicherheit sind, um Ihr Unternehmen hinsichtlich möglicher Schwachstellen beraten zu lassen oder Sie als Experte nach einem neuen Projekt suchen, dann wenden Sie sich an uns.

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