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Künstliche Intelligenz: Wie aus DatenOHNmacht Datenmacht wird

Unsere Welt hängt zunehmend von Daten ab. Deshalb wird auch die Sicherheit dieser Informationen immer wichtiger. Unternehmen stehen also vor der Herausforderung, ihre Daten nicht nur effizient zu nutzen, sondern auch vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie bietet innovative Lösungen, um Daten zu analysieren und gleichzeitig Sicherheitslücken zu schließen. Wie kann KI die Datensicherheit revolutionieren? Und welche Strategien können Unternehmen anwenden, um ihre sensiblen Informationen bestmöglich zu schützen?

Ein Experte auf diesem Gebiet ist Thomas Hirschmann. Er ist Gründer von CoreCortex und Behavioural Economy und hat es sich zur Mission gemacht, Unternehmen durch den Einsatz von KI zu helfen, neue Wertschöpfungsmöglichkeiten zu erschließen und sich zukunftssicher aufzustellen. Wir haben mit ihm zu diesem Thema gesprochen und er hat uns seine Sichtweise auf KI und Daten erörtert.

Kurzer Werdegang von Thomas Hirschmann

Thomas Hirschmann hat zwei Studiengänge absolviert: Jura und Psychologie. Seine berufliche Laufbahn begann er als Wirtschaftsjurist, da ihn die Schnittmenge von Jura und Wirtschaft faszinierte. Allerdings fehlten ihm in diesen Bereichen oft die Beweggründe hinter dem menschlichen Verhalten, weshalb er zusätzlich Psychologie studierte und sich im Zuge dessen auf Wirtschaftspsychologie spezialisierte. Die zentrale Frage seiner Karriere war stets, wie sich psychologisches Wissen praktisch anwenden lässt. Er arbeitete unter anderem in der Selbstständigkeit sowie in verschiedenen Social Media Agenturen. Außerdem unterrichtet er Kurse in Data Science.

Faszination für Künstliche Intelligenz

Thomas Hirschmanns Faszination für Künstliche Intelligenz (KI) rührt von seinem psychologischen Hintergrund her:

„Meine […] Faszination als Psychologe kommt vor dem Hintergrund, dass ich gerne besser verstehen will, wie unser Gehirn funktioniert, wie wir denken [und] warum wir so denken, wie wir denken.“

Die Verbindung von KI und Data Science eröffnete ihm neue Perspektiven. Für ihn ist KI ein Spiegel, der es ermöglicht, dem eigenen Denken zuzusehen und sich selbst zu reflektieren.

KI stellt ein kognitives Tool dar, das sehr nah an das herankommt, was unsere eigene kognitive Leistung bereits leisten kann – mit dem Vorteil, dass diese Leistung optimiert, verbessert und beschleunigt werden kann. Hirschmann sieht in der KI das erste kognitive Tool, das direkt an unser Gehirn anknüpft und somit immense Potenziale für die Verbesserung und Beschleunigung kognitiver Prozesse bietet.

Die Rolle der Angst in Bezug auf KI

Durch seinen psychologischen Hintergrund kann Thomas Hirschmann die Angst einiger Menschen vor der Künstlichen Intelligenz nachvollziehen. Er weiß, dass Angst zu haben, eine sehr menschliche Reaktion ist und evolutionstechnisch seine Gründe hat – „Angst soll uns schützen“. Angst ist ein Überlebensmechanismus, der uns vor potenziellen Gefahren warnt. Künstliche Intelligenz kann auf viele Menschen unkontrollierbar wirken und dadurch Angst auslösen. Diese Unsicherheit, wie man mit KI umgehen soll, macht sie zu einer nicht greifbaren Bedrohung.

Er ist der Meinung, dass die rasante Entwicklung von KI-Technologien die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine immer weiter verringern kann, etwa durch Hirnimplantate. Solche Technologien haben das Potenzial, Menschen motorisch, sensorisch und kognitiv zu verbessern, was zahlreiche Möglichkeiten eröffnet, die jedoch auch mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden sind.

Rückwärtsgewandte vs. vorwärtsgewandte Betrachtungsweise

“Das trojanische Pferd für KI ist nicht der Anthropomorphismus, sondern die Intelligenzsteigerung. Anstatt Bots / Integrationen zu entwickeln, die versuchen, sich als menschlich auszugeben, werden die besten Gründerinnen und Gründer Tools entwickeln, die sich wie natürliche Erweiterungen unserer eigenen Fähigkeiten anfühlen.”

Der Launch von ChatGPT hat dazu geführt, dass Menschen das Tool direkt für diverse unterschiedliche Anwendungsbereiche getestet haben, wie z.B. die Automatisierung von Marketing in Start-ups. Der allgemeine Blick auf die Verwendung von KI ist allerdings oft rückwärtsgewandt, indem versucht wird, menschliches Verhalten nachzuahmen, anstatt Künstliche Intelligenz als Erweiterung unserer Fähigkeiten zu betrachten.

„Vorwärtsgewandt sollten wir uns an dem orientieren, was wir noch nicht können und was unsere nativen menschlichen Eigenschaften erweitert und nicht auf das verkürzen, was wir bereits können.“

Dabei ist ein wichtiger Aspekt der KI-Entwicklung, wie sie dazu beitragen kann, die Zusammenarbeit zwischen Menschen zu verbessern. Statt nur menschliches Verhalten zu imitieren, sollte die Frage lauten: „Wie kann ich [mit KI] einem anderen Menschen noch besser helfen?“ Diese vorwärtsgewandte Betrachtungsweise ermöglicht es uns, über die Grenzen unserer eigenen Fähigkeiten hinauszuwachsen und innovative Lösungen zu entwickeln, die das Potenzial von KI voll ausschöpfen.

Mehrwert durch den Einsatz von KI

Der Mehrwert durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz entsteht vor allem durch das aktive Einlassen auf diese Technologie. Um den vollen Nutzen zu entfalten, muss man lernen, wie man effektiv mit KI interagiert – und das gelingt nur durch regelmäßige Anwendung und Nutzung. Es braucht Zeit, um sich mit den Funktionen und Möglichkeiten von KI vertraut zu machen. Es ist wichtig, viel auszuprobieren und auch die Grenzen der KI an der ein oder anderen Stelle auszuloten.

Kurzfristige Erfolge, sogenannte „Quick Wins“, sind oft wenig nachhaltig. Längerfristige Ziele sind deutlich erstrebenswerter und bieten mehr Potenzial für echte Fortschritte und Innovationen in Unternehmen. Um genau diese Erfolge verzeichnen zu können, unterstützt Thomas Hirschmann Unternehmen in diesem Prozess, indem er ihnen zeigt, wie sie KI erfolgreich anwenden können, um langfristigen Mehrwert zu generieren.


Weitere spannende Einblicke und mehr Informationen zum Thema „KI & Datensicherheit“ erfahren Sie in dieser Podcast Folge.

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