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Vom Profifußball ins Recruiting: Interview mit René Troche, Co-Founder & Managing Director bei der Sirato Group

René Troche ist seit dem 1. April 2023 Co-Founder & Managing Director der Sirato Group in München. Im Interview spricht er über seinen Weg vom Profifußball ins Recruiting, die Gründung der Sirato Group und welche Erfahrungen ihn in seiner beruflichen Laufbahn am meisten geprägt haben.

Lieber René, schön dass du hier bist. Kannst du dich kurz vorstellen und uns ein bisschen über deinen bisherigen Werdegang erzählen?

Ich bin René Troche, 45 Jahre alt und komme ursprünglich aus Sachsen. Viele Jahre habe ich mit Fußball mein Geld verdient und war bis 2009 als Profi im In- und Ausland unterwegs. 2010 bin ich dann in die Personalberatung gerutscht. Damals wurde ich von einem schwedischen Personaldienstleister angesprochen und habe das Business eigentlich von der Pike auf gelernt. Mir hat besonders dieses Ambition-Thema und diese Kultur mit viel Performance gefallen – das hat mich als Sportler sehr angefixt. 

Du hattest jetzt ein bisschen „Pause“. Was hat dich dazu bewegt, nach 13 Jahren im Recruiting eine eigene Personalberatung zu gründen?

Nach den letzten sehr intensiven Jahren habe ich in den vergangenen Monaten viel Zeit gehabt, um mich selbst auch ein Stück weit zu finden. Ich habe Tag für Tag immer mehr gemerkt, wo meine Leidenschaft ist, was mein Lachen zurückbringt und was mich anfixt – das war mehr und mehr die Personalberatung. Dieses Gefühl, Erfolge zu feiern und schwierigere Zeiten gemeinsam zu durchleben. Irgendwann hat mich Florian zum richtigen Zeitpunkt angesprochen. Das Konzept hat mir gefallen und auch persönlich hat es sehr gut gepasst. Jetzt bin ich gespannt auf die nächste Zeit und freue mich hier zu sein.

2020 hast du in einem Podcast-Interview mit Simone Straub gesagt: „Ich ziehe meinen Hut vor jedem, der mal gegründet hat in der Branche […] und ich glaube, da muss man der Typ dafür sein.“ Wie betrachtest du Gründen im Recruiting heute?

Ich habe in der ganzen Branche viele Gründer gesehen. Das ist einfach ein anderer Schlag Mensch – ich ziehe da absolut meinen Hut vor. Ich habe selbst nicht gegründet, zumindest nicht allein, und bin sehr dankbar, dass Florian mir die Chance gegeben hat, das im Duo zu machen. Gerade mit der Lenyx Unternehmensgruppe und der Aristo Group im Hintergrund war das für mich der beste Weg. Ich habe festgestellt, dass ich nicht dieser alleinige Gründer- und Unternehmertyp bin, aber in dem Kontext war das ein „perfect Match“.

Das freut uns natürlich sehr. Was ist denn das große Ziel der Sirato Group?

Wir wollen Unternehmen für die Zukunft tragfähig machen, indem wir sie digital optimal aufstellen. Dafür wollen wir die Flexibilität von hochqualifizierten Wissensarbeitern in den Unternehmen vorantreiben, sodass wir im Wettbewerb, in Europa, in der Welt, weiter vorangehen können.

Die Mission der Sirato Group ist: „The easiest Way to recruit IT-Specialists”. Was bedeutet das?

Wir möchten für unsere Kunden und Kandidaten den Weg zum Projekt so einfach wie möglich gestalten. Die ganze Arbeit, die wir im Hintergrund machen, das Suchen, Finden, die Leistungsbeschreibung, Jobqualifikation – das ist ein unheimlich harter Prozess, der mit viel Fleiß und Arbeit verbunden ist. Für unsere Kunden und Kandidaten soll das so einfach wie möglich wirken.

In Deutschland gibt es etwa 2000 Personalberatungen. Jetzt könnte man sich die Frage stellen, warum wir noch eine weitere Personalberatung brauchen.

Ich bin überzeugt, dass es einen unheimlich großen Markt für sehr gute Personalberatungen gibt, und auch die Sirato Group wird eine sehr gute Personalberatung sein. Wir wollen nochmal eine höhere Qualität an den Tag bringen, wir wollen nochmal ein Stück pfiffiger sein und nochmal mehr Chancen sehen. Wir werden den viele Unternehmen bereichern und, gemeinsam mit der Aristo Group, Bereiche bedienen, die einfach einen absoluten Mehrwert für die Branche bieten. Der Markt ist groß und bereit für die Sirato Group.

Und wie kann die Sirato Group mit den Großen und Etablierten mithalten?

Das, was uns auszeichnet, ist die Verbindlichkeit und das Persönliche. Wir wollen den Kunden und Kandidaten das Gefühl vermitteln: Hier werde ich abgeholt und hier sprechen Menschen mit mir. Außerdem das Schneller Sein, das Prozesse einfach halten und dabei trotzdem eine hohe Qualität zu bringen – das ist das, was uns ausmacht.

Wie sieht dein Plan für die nächsten Jahre aus?

Mein Ziel ist es, ein etabliertes Unternehmen an den Markt zu bringen, das wirklich spezialisiert ist. Das im Bereich IT und Digitalisierung Vorreiter ist, das eine hohe Qualität hat und ein Commitment zu Kunden und Kandidaten. Wir wollen einfach organisch wachsen und mit viel Freude, mit viel Leidenschaft ins Office gehen oder beim Kunden sein. Jeder Mitarbeitende soll jeden Tag gerne hier arbeiten und sich als Unternehmer in einem kleinen Unternehmen sehen. Ich halte nicht so viel davon, sich nochmal besondere Dinge für die nächsten Jahre vorzunehmen. Wir tun gut daran, jeden Tag einen Tick besser zu sein als gestern. Dann werden wir sehen, was rauskommt. Natürlich ist die Aristo-Geschichte für uns Vorbild. Speziell auch der Standort in der Schweiz, die – Hut ab – nach fünf Jahren einen richtig guten Job machen.

Welche Ziele hast du dir für die ersten 100 Tage bei der Sirato Group gesetzt?

Mein Ziel für die erste Zeit ist es, einfach da zu sein, jeden Tag zu lernen, auch von der Aristo-Umwelt und der Lenyx Unternehmensgruppe. Wie ist die Kultur, wie ist die Stimmung, wie sind die Charaktere. Ich glaube es ist wahnsinnig wichtig zuzuhören, aufzusaugen, mitzunehmen. Ein paar Dinge möchte ich direkt bei der Sirato Group einbringen: Leidenschaft, Kundennähe, Mitarbeitende gewinnen und die, die wir schon heute haben, jeden Tag ein bisschen besser machen, erfolgreich machen und ja, auch Deals gewinnen. Das ist das, was ich mir vornehme, und das eigentlich jeden Tag, ob 100 oder 200 Tage. Es wird sicherlich Tage geben, die sind hoch, es wird Tage geben, die sind vielleicht höher und manche, wo wir wieder ans Hoch kommen wollen.

Das Recruiting-Business ist ja oftmals ein auf und ab, jeder Tag ist anders. Was treibt dich an, da immer wieder weiterzumachen?

Der größte Motivationstreiber für mich war immer, meine Kolleginnen und Kollegen erfolgreich zu machen – erfolgreich in der Fachkarriere, erfolgreich in persönlicher Entwicklung und erfolgreich in der Branche, die wahnsinnig viel bietet und unheimlich spannend ist. Angetrieben davon, Kunden und Kandidaten für uns zu begeistern, jeden Tag ein bisschen besser zu sein als Gestern und natürlich auch die Marktbegleiter jeden Tag ein bisschen zu ärgern.

Welche Erfahrungen haben dich denn bisher mit Blick auf deine Karriere am meisten geprägt?

Die prägendste Erfahrung war der Start 2013: in einem komplett neuen Umfeld mit Telefonhörer und Telefonbuch harten, ehrlichen Vertrieb zu machen. Das war wie ins kalte Wasser zu springen. Als ich 2015 die Chance bekam, das erste Mal Geschäftsführer eines Unternehmens zu werden, war das der zweite Sprung ins kalte Wasser. Ich habe einfach „Ja“ gesagt, obwohl ich gar nicht richtig wusste, was auf mich zukommt. Der dritte prägendste Moment war auch, nach nahezu 10 Jahren das vorherige Unternehmen zu verlassen.

Gibt es etwas, auf was du dich aktuell besonders freust?

Ich habe es vermisst, ins Office zu gehen und mit Kolleginnen und Kollegen zu sprechen. Ich habe Humor vermisst, ich habe auch einen Tick weit die Challenge vermisst. Wie in der Kabine früher im Fußball, diese Atmosphäre, diese Freude, dieses gemeinsame Feiern.

Lieber René, danke für die Insights – wir freuen uns sehr auf unsere gemeinsame Zukunft!

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